Dienstag, 26. März 2019

Legimus trifft ... die Leipziger Buchmesse 2019

Liebe Leserinnen und Leser,

vom Start der diesjährigen Leipziger Buchmesse hatten wir euch ja schon berichtet. Für mich gab es dieses Mal eine Neuheit: Statt wie üblich samstags die Messe zu besuchen, war ich bereits Donnerstag, den 21.03., in den fünf mit Büchern gefüllten Hallen. Und auch meine Wahrnehmung war dieses Mal auf etwas anderes als nur meine persönlichen Lieblingsgenres Fantasy bzw. SciFi gerichtet. Denn aufgrund meiner seit August 2018 laufenden Ausbildung zur Erzieherin lag mein Fokus ganz klar auf Kinder- und Jugendliteratur sowie pädagogischen Fachbücher. Und was soll ich sagen, es gab mächtig viel zu entdecken!
Was als erstes auffiel, war, dass es im Gegensatz zu den Samstagen zwar ebenfalls voll war, aber man sich in den Hallen trotzdem bewegen konnte. Nie hätte ich die letzten Jahre beim Laufen direkt in einem Prospekt oder einer Verlagsübersicht blättern können. Als positive Folge hatte ich schnell festgestellt, dass ich insgesamt viel mehr Lust verspürt hatte, an einzelnen Ständen zu verweilen.
Da dieser Messebesuch als Kursausflug von meiner Schule organisiert war, gab es natürlich auch einen Arbeitsauftrag für uns und dieser lies sich aufgrund der insgesamt entspannten Atmosphäre in den Hallen wahrlich ohne Probleme erfüllen.
Zur Erfüllung der Aufgabe hatte ich mir einen Verlag ausgesucht, von dem ich bisher noch nie etwas gehört hatte. Und ich bin froh, dass mich meine Schritte zum Kinderbuchverlag Bieber und Butzemann geführt haben. Denn nicht nur konnte ich mich mit der Dame vom Stand super nett unterhalten, nein, es gab auch ein kleines Gewinnspiel und sie hat mir das erste Rezensionsexemplar an diesem Tag mitgegeben. Das waren aber nur zusätzliche Schmankerl, denn allein das Konzept des Verlages fand ich bereits spitzenmäßig! Die Gründerin des Verlages – Steffi Bieber-Geske – hat bereits über 50 Kinder-/Jugendbücher geschrieben, die eine Mischung aus Reisebericht und Abenteuergeschichte sind. Protagonisten sind die Kinder Lilly und Nikolas, die mit ihren Eltern in den Ferien bereits an unterschiedlichen Orten in Deutschland Urlaub gemacht haben. Diese Urlaubsgeschichten beruhen auf real stattgefundenen Reisen der Autorin und bieten damit nicht nur gute Unterhaltung für Kinder und Jugendliche, sondern geben Erwachsenen gleichfalls Tipps und Entscheidungshilfen, wohin der nächste interessante Urlaub gehen könnte…
Im Verlauf des Messebesuches habe ich noch viele nette Leute kennengelernt an diesem Donnerstag. Ich habe viele angenehme Gespräche geführt, Instrumente ausprobiert (Aus einer Querflöte einen Ton herauszubekommen ist schwerer, als es aussieht. Und aus einer Tuba erst…) und mir meine Mops Tages-Tarotkarte (Königin der Näpfe) gezogen. Mit den zu der Zeit ebenfalls an dem Stand anwesenden jungen Frauen habe ich köstlich über die Bedeutung gelacht.
Ein Wehrmutstropfen gab es leider auch. Denn an diesem Donnerstag fanden in den Hallen selbst leider keine Lesungen statt, die ich mir gerne angeschaut hätte. Und um am Nachmittag bzw. Abend noch nach Leipzig zu Lesungen zu fahren, die im Rahmen von „Leipzig liest“ stattfanden, war ich einfach zu geschafft. Denn am Ende bin ich mit vier schweren, prall gefüllten Beuteln und Tüten nach Hause gefahren, in denen nicht nur gekaufte pädagogische Bücher drinnen waren, sondern auch wunderbare Rezensionsexemplare.
Auf die Rezensionen dieser Bücher könnt ihr euch in der nächsten Zeit also freuen:

  • Wer ist die Schnecke Sam?
  • Abenteuer an der Mecklenburgischen Ostsee – Lilly, Nikolas und das Geheimnis des Buddelschiffs
  • 2014 A.D. – Black Eye (I) – Die Anfänge
  • Weltentod
  • Monandor – Kind der Dunkelheit
  • Seelensterne

Bis zur Preisverleihung des Leipziger Buchmesse Preises 2019 um 16 Uhr habe ich es leider auch nicht mehr geschafft, da mir ansonsten meine Arme vorher abgefallen wären (Falls ihr vorhabt, euch Bücher von der Buchmesse mitzunehmen, denkt an einen Rollkoffer zum Ziehen! Nur so als kleiner Tipp…). Aber die Homepage der Messe lässt sich natürlich nicht lumpen, die Gewinner online zu nennen. Diese sind:

  • in der Kategorie Übersetzung: Eva Ruth-Wemme mit ihrer Übersetzung „Verlorener Morgen“ von Gabriela Adameșteanu aus dem Rumänischen,
  • in der Kategorie Sachbuch und Essayistik: Harald Jähner mit „Wolfszeit. Deutschland und die Deutschen 1945-1955“,
  • in der Kategorie Belletristik: Anke Stelling mit „Schäfchen im Trockenen“. (Quelle)

Außerdem wurden um 17 Uhr auch die Gewinner des SERAPH Literaturpreises bekannt gegeben und in der Leseinsel Phantastik 1 in Halle 2 geehrt:

  • in der Kategorie „Bestes Debüt“: Kris Brynn mit „The Shelter – Zukunft ohne Hoffnung“,
  • in der Kategorie „Bestes Buch“: Bernhard Hennen mit „Die Chroniken von Azuhr – Der Verfluchte“,
  • in der Kategorie „Bester Independent-Titel“: Birgit Jaeckel mit „Das Erbe der Rauhnacht“.

Auch wenn ich bei den Preisverleihungen körperlich nicht mehr anwesend sein konnte, so war dieser Tag doch ein voller Erfolg für mich und ich freue mich schon auf das kommende Jahr.

Geschrieben von um 22:06 Uhr.

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