Sonntag, 31. März 2019

Quartalsempfehlung: 1/2019

Liebe Leserinnen und Leser,

die dunklen, kalten Tage haben wir nun so langsam hinter uns gebracht. Jetzt wartet noch der April, der bekanntlich macht, was er will, auf uns und dann werden die frühlingshaften Tage beginnen. Also höchste Zeit, mit einem Buch die ersten warmen Sonnenstrahlen zu genießen. Dafür haben wir heute ein paar Tipps für euch:

Juli Zeh, Corpus Delicti

Juli Zeh entwirft in „Corpus Delicti“ in beeindruckender Art und Weise eine Gesellschaftsordnung, die durch eine Gesundheitsdiktatur und damit einhergehende ständige Überwachung geprägt ist. Sie spitzt heutige Kritiken zu und zeigt auf, was passiert, wenn man irgendwann aufhört, Dinge zu kritisieren. Individuelle Freiheit und Selbstbestimmung werden als zentrale Momente des menschlichen Lebens betont, die es gegen eine Gleichmacherei aller zu verteidigen gilt. (Sascha)

Nina Casement, Jagdsaison. Ein mörderischer Reisebericht

Wie wäre es, einmal alles hinter sich zu lassen und mit leichtem Gepäck eine Zeit lang einfach nur zu reisen – dahin, wo es einen bewusst oder unbewusst hintreibt? Nina Casements Protagonistin Frederika hat das nach einer Enttäuschung gemacht und ist in Schweden gelandet. Dort hat sie aber nicht nur die weite nordische Natur und nette Gespräche mit Einheimischen gefunden, sondern auch zwei reisende Männer, die ihr anbieten, sie mitzunehmen, da sie den selben Weg wie Frederika haben.

Diese Geschichte hat viel von einem Reisebericht und nimmt den Leser auf eine ruhige Fahrt mit. Doch gleichzeitig dreht die Autorin die Spannungsschraube immer mehr an. Und während die Hintergründe der Figuren mehr und mehr offenbart werden, hofft und bangt man mit dem schwedischen Polizisten mit, der versucht, eine Serie von Verbrechen aufzuklären… (Susanne)

George R. R. Martin, Armageddon Rock

Abgesehen von »Game of Thrones« habe ich mittlerweile fast alles von George R. R. Martin, das auf Deutsch erschienen ist, gelesen. Da meine ich, einen Autor gut zu kennen, und werde doch überrascht; und zwar nicht nur ein bisschen. »Armageddon Rock« hat mich förmlich aus den Socken gehauen. Der Roman ist ein Brett von Roman. Martin vermischt Thriller, Mystery und Rock zu einem Roman, zu einem schriftlichen Rocksong und schafft es dabei nicht nur eine Handlung zu erzählen, die extrem vielfältig und bewegend ist, zugleich eine spannende Geschichte zu erzählen, sondern den Rock ’n’ Roll zum Leben zu erwecken. Man spürt förmlich jeden Gitarrenriff, die Begeisterung der Fans und hört die kreischenden Fans. Es ist ein phantastisches Abenteuer, die Nazgûl auf dem Weg zu ihrem Comeback zu begleiten und zugleich mit Sandy Blair einen Mord aufzuklären. Kaum zu glauben, dass »Armageddon Rock« beim Erscheinen ein Flop wurde. »Armageddon Rock« ist einer der besten, wenn nicht sogar der beste Roman, des Fantasy-Autors. (Benjamin)

Geschrieben von um 13:11 Uhr.

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