Samstag, 30. Juni 2018

Quartalsempfehlung: 2 / 2018

Liebe Leserinnen und Leser,

die Winter- und Frühlingstage sind nun bereits an uns vorbei gezogen und wir schreiten mit großen Schritten auf den Sommer, weitere heiße Tage und Badewetter zu. Zugleich verabschieden sich in den nächsten Wochen die meisten von uns in einen längeren Urlaub. Damit dieser auf jeden Fall mit gutem Lesestoff gefüllt ist, haben wir heute ein paar Empfehlungen für euch:

Overworld, Dan Wells

Mit „Overworld“ hat Dan Wells einen knackigen zweiten Band seiner Mirador-Reihe geschaffen. Darin bekommt der Leser einen besseren Einblick in das Spiel, da Marisa und ihre Freundinnen eine Einladung für ein exklusives Overworld-Turnier erhalten. Aber es geht in dieser Fortsetzung nicht nur um die Etablierung ihres Teams, sondern um weit mehr und gefährlichere Angelegenheiten, als sich die Mädchen ausgemalt hätten. Rasante Action, ordentliche Charakterentwicklungen und insgesamt ein spannender Plot, das macht „Overworld“ zu einer klaren Empfehlung von mir. (Susanne)

Mohr und die Raben von London, Vilmos und Ilse Korn

Passend zum Karl Marx-Jahr ist der aus der DDR bekannte Kinderbuchklassiker „Mohr und die Raben von London“ von Vilmos und Ilse Korn in einer neuen Auflage erschienen. Darin wird nicht nur von der Zeit Karl Marx‘ und seiner Familie in London erzählt, sodass man den Autor von „Das Kapital“ besser kennen lernt, sondern es werden auch eindringlich die Lebensbedingungen der Arbeiterschicht im 19. Jahrhundert aufgezeigt. Dabei können Kinder und Jugendliche, an die sich das Buch insbesondere richtet, gut ihre eigenen Lebensverhältnisse reflektieren. (Sascha)

Planetenjäger, George R. R. Martin & Gardner Dozois

George R. R. Martin ist für sich genommen bereits ein phantastischer Autor, der nicht nur Fantasy, sondern auch Horror und Science-Fiction schreiben kann. Gemeinsam mit Gardner Dozois, in Deutschland leider eher unbekannt, schrieb er »Planetenjäger«. Man darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Roman nur eine seichte Handlung hat. Wer komplexe Figurenkonstellationen und Interessenskonflikte erwartet, wird enttäuscht. Vielmehr punktet die Handlung mit gut geschriebenen Dialogen und gegensätzlichen Charaktereigenschaften, die nicht immer vom menschlichen Standpunkt aus betrachtet werden dürfen. Daraus ergibt sich die ein oder andere witzige Szenerie, in der man nicht nur über den Menschen lachen kann, sondern anfängt, darüber nachzudenken, was Menschlichkeit und Menschsein auszeichnet. Dabei versteht der Roman sich keineswegs als Philosophielehre, sondern als Unterhaltungsliteratur. (Benjamin)

Geschrieben von um 15:35 Uhr.

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