Sonntag, 30. Juni 2019

Quartalsempfehlung: 2/2019

Liebe Leserinnen und Leser,

die heißen Sommertage sind nun angebrochen und werden uns wohl auch noch eine Weile erhalten bleiben. Da bei Temperaturen zwischen 30 und 40° C sowieso nicht an Bewegung zu denken ist, haben wir heute ein paar Tipps für euch, mit welchen Büchern ihr euch auf den Balkon, an den See oder ins Freibad zurückziehen könnt:

Cheryl Kaye Tardif, Versunken

In diesem Quartal gibt es neben Leonard Clines »Die dunkle Kammer« und Steven Saviles »London Macabre« nur einen Kandidaten, der nachhaltig beeindrucken konnte: »Versunken« von Cheryl Kaye Tardif. Ich als vorwiegender Fantasy- und Horror-Leser bin von den meisten Thrillern eher abgeneigt, fehlt diesen Romanen doch einfach das gewisse phantastische Etwas. Ganz anders ist da »Versunken«. Der Roman ist weniger Thriller und mehr menschliches Drama aus der Not heraus. Menschlichkeit ist die wichtigste Gabe und darf niemals von Bürokratie erstickt werden; schon gar nicht, wenn Leben gerettet werden können. Aber auch Verlustängste, körperliche Gewalt, Trauer oder Sucht spielen eine Rolle. Die Autorin spielt mit den Gefühlen aus Ängsten, Selbstschuld, Verzweiflung, Trauer, Liebe oder Hoffnung. »Versunken« ist ein bodenständiger, anrührender Drama-Thriller, mit einem Sog, der definitiv an die Seiten fesselt. Die Spannungskurve wird den Roman über kaum erhöht, das hat der Roman aber auch gar nicht nötig. (Benjamin)

Steffi Bieber-Geske, Sabrina Pohle, Abenteuer an der Mecklenburgischen Ostsee. Lilly, Nikolas und das Geheimnis des Buddelschiffes
In diesem Quartal habe ich drei tolle Kinderbücher gelesen, doch das Ostseeabenteuer von Lilly und Nikolas hat mir besonders gut gefallen. Nicht nur findet man in dem Buch viele Urlaubstipps für sich und seine Familie, die mit vielen Bildern illustriert werden, sondern die Geschichte hat auch einen spannenden roten Faden. Zudem ist sowohl die Schriftgröße, als auch die einfache Sprache für Schulanfänger bzw. Vorschüler geeignet, da das Gesamtpaket zum gemeinsamen Lesen einlädt. Diese Detektivgeschichte mit Urlaubsfeeling ist daher genau richtig für die Urlaubszeit. (Susanne)

Rafael Arozarena, Mararía

Rafael Arozarenas „Mararía“ gilt nicht umsonst als der bekannteste Roman der Kanaren. Der Roman fasziniert einerseits durch seine Beschreibung der landschaftlichen und kulturellen Charakteristik Lanzarotes. Andererseits wird spannend, wie bei einem Krimi, nach und nach das Leben der einst schönsten Frau des Dorfes enthüllt. Der Leser lernt eine starke Frau kennen, die nach und nach durch die Gemeinschaft der Männer zerstört wird, und mit der man sich im Laufe des Romans immer stärker verbunden fühlt. (Sascha)

Geschrieben von um 21:31 Uhr.

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