Dienstag, 30. Juni 2020

Quartalsempfehlung: 2/2020

Liebe Leserinnen und Leser,

nun hat der Sommer mit seinen heißen Tagen und Hitzegewittern richtig begonnen. Damit ist für viele auch die Urlaubszeit angebrochen. Für diejenigen, die sich in dieser Zeit, Zeit für ein Buch nehmen wollen, haben wir heute ein paar Tipps…

Knut Hamsun, Segen der Erde

Knut Hamsun zeigt in seinem wohl bekanntesten Werk, dass die Natur alles Essentielle zum Leben bietet und wie man mit unermüdlichem Tatendrang sich daraus ein sehr gutes Leben machen kann. Gleichzeitig verdeutlicht er eindrücklich, wie aus der Ödnis nach und nach eine belebte Gegend mit funktionierendem Wirtschaftssystem entsteht und dass es dafür nur zwei Menschen braucht, die sich ein gutes Leben aufbauen wollen. Dies setzt Hamsun dem städtischen Leben entgegen. Vor allem in der zweiten Romanhälfte hätte dies jedoch etwas pointierter dargestellt werden können. (Sascha)

Philip K. Dick, The Man in the High Castle. Das Orakel vom Berge

Was wäre, wenn … Hitler den Zweiten Weltkrieg gewonnen hätte? Was wäre, wenn Amerika (und der Rest der Welt) zur Hälfte unter den Mächten Deutschland und Japan aufgeteilt worden wäre? Philip K. Dick entwirft eine Spekulation über ein alternatives Geschichtsszenario, das authentisch Komplex ist, sich aber der Historie lediglich bedient, um eine fesselnde Erzählung zwischen der Kultur Japans, der Versessenheit der Japaner auf und der Identität von amerikanischen Artefakten, und dem Forschungsdrang der deutschen Wissenschaftler zu entfesseln. Der Autor entwirft dabei nicht nur eine alternative Dimension unserer Zeitgeschichte, sondern erweckt diese zum Leben, indem er sich nicht auf einen klassischen Beginn und ein typisches Ende einlässt, sondern die Charaktere ein Stück ihres Lebensweges begleitet. »The Man in the High Castle«, erschienen 1962, ist zurecht ein Klassiker der Literaturgeschichte. (Benjamin)

Geschrieben von um 22:15 Uhr.

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