Mittwoch, 30. September 2020

Quartalsempfehlung: 3/2020

Liebe Leserinnen und Leser,

kalendarisch befinden wir uns nun im Herbst und wenn man auf die Straße tritt, ist dies auch eindeutig zu merken: sich verfärbende Blätter, kühle Temperaturen und regnerisches Wetter kommen auf uns zu. Das ist genau die richtige Zeit, um sich mit einem Buch ins warme Innere zurückzuziehen. Dafür haben wir heute ein paar Tipps für euch:

George Eliot, Middlemarch

George Eliots „Middlemarch“ ist einer der großen Gesellschaftsromane des Englands des 19. Jahrhunderts. Er besticht durch seine Vielzahl an Personen, die vielfach zueinander in Beziehung stehen. Die unterschiedlichsten Themen der damaligen Zeit spiegeln sich in diesen Personen und so erzählt der Roman von Liebe und Hass, dem Streben nach Wissen und Geld sowie von Freundschaft und Familie. Dabei spielt das Verhältnis von Adel und Bürgertum eine entscheidende Rolle. Ungewöhnlicher Weise stehen im Roman eher die Frauen der Gesellschaft im Mittelpunkt, die sich jedoch mehrheitlich entsprechend den damaligen Verhältnissen in der englischen Provinz verhalten. (Sascha)

Christopher Golden, Der Fährmann

Dieses Quartal war mit den Autoren Christopher Golden und Jeffrey Thomas ein außergewöhnlich gutes Quartal, denn kaum ein Roman lies mich enttäuscht zurück. Besonders beeindruckt hat mich jedoch Golden mit »Der Fährmann«. Während Jeffrey Thomas mit seinen Punktown-Geschichten immer punkten kann und »Der Untergang der Hölle« eine faszinierende Geschichte mit erfrischenden Ideen schilderte, konnte Golden bereits mit den Kooperationen »Sieben Pfeifer“ (mit Amber Benson) und »Blutbesudelt Oz« (mit James A. Moore) einen eindringlichen Stil aufweisen, der in seinem Solo-Projekt »Der Fährmann« eine eindrucksvolle Ästhetik entwickelt. Die Kombination aus Psycho-Thriller und Dark-Fantasy funktioniert vor allem deswegen so gut, weil der mythische Charon zwar mehr als eine phantastische Kraft des Schreckens ist, der Fokus aber auf dem Zusammenhalt, der Vertrautheit und dem Vertrauen der Charaktere zueinander liegt. Das menschliche Miteinander, die Kraft der Freundschaft und der Liebe, und deren Ausarbeitung macht den Roman zu einem ganz besonderen Stück Literatur. (Benjamin)

Charlaine Harris, Sookie Stackhouse 3. Club Dead

Vom Anfang der Sookie-Stackhouse-Reihe war ich ja nicht so begeistert gewesen. Doch diesem drittem Band konnte ich fast bereits die volle Punktzahl vergeben. Denn hier werden dem Leser nicht nur Hintergrundinformationen über die Vampir-Welt von Sookie gegeben, sondern deren Welt wird insgesamt größer, indem sie nach Jackson, Mississippi fahren muss, um Bill zu retten. Man merkt ihr an, dass sie ein Stück weit erwachsener geworden ist und ihre Liebe zu Bill nicht mehr nur durch die rosarote Brille sieht. (Susanne)

Geschrieben von um 22:42 Uhr.

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