Sonntag, 04. Februar 2018

Rezension: 3. Trilogie der Gallaghers-Chroniken 2. Gallaghers Tod (Achim Hiltrop)

Atlantis Verlag
Paperback, 190 Seiten
ISBN: 978-3-86402-460-3
12,90 €

eBook, 5,99 €
ISBN: 978-3-86402-474-0

Ein kurzer Einblick

Rebecca Gallagher hat sich als Raumpilotin und Kurierdienstleisterin mit Clou Gallaghers Raumschiff Trigger selbstständig gemacht. Auf dem Planeten Kerian soll sie ein Paket unter strengster Geheimhaltung abliefern, als sie in das Fadenkreuz eines Attentäters gerät. Dieser hat noch eine persönliche Rechnung mit Clou offen. Und so gerät die Familie Gallagher einmal mehr in einen Putschversuch eines gemeingefährlichen und hochintelligenten Mannes.

Bewertung

Clou Gallagher hat sich mit seiner Frau Debi auf Oea XX zur Ruhe gesetzt. Rebecca Gallagher hat das Raumschiff Trigger übernommen und erledigt Kurieraufträge; nicht immer die Aufträge, die gänzlich legal sind. Auch von Armand Cartier übernimmt sie Jobs, dessen Vater Raymon zum Wirtschaftsminister ernannt wurde. Einer der Dienste für Armand bringt sie auf den Planeten Kerian, der der Familie Gallagher mit wenig Sympathie begegnet. Wie es der Zufall will, stolpert sie in ein Attentat gegen den Politiker Nnallne.
Etwas zu rasant entspinnt sich daraufhin ein Abenteuer, das nach dem letzten Teil »Gallaghers Tochter« wieder an versteckter Komplexität dazugewinnt. In Folge des Attentats muss Clou erneut aktiv werden. Doch anstatt einer einseitigen Beleuchtung der Ereignisse bekommt der Leser das Geschehen aus mehreren Perspektiven zu Gesicht, sodass sich allein hieraus ein aufwendigeres Bild zeichnen lässt. Achim Hiltrop erzählt Ereignisabschnitte aus Clous und Rebeccas Sicht, aus der Perspektive des Attentäters und der Sichtweise eines Kriminalbeamten. Die Attentatsintrige vermischt sich abermals aus den Stärken der Serie: politische Intrigen, persönliche Interessen, Freund- und Feindschaften. Dazu gehören ruhige Passagen, Verfolgungsjagden und Infiltrationen. Es sind immer wieder die gleichen Versatzstücke, die Achim Hiltrop heranbemüht, aber variiert, sodass sich ein spannender und abwechslungsreicher Roman entspinnt, der immer offene Fragen aufrecht erhält, um das Leserinteresse bei Stange zu halten.
Während Rebecca Gallaghers Abschnitte gewohnt klassisch gehalten sind, bringen die Abschnitte des Attentäters und des Kriminalbeamten frischen Wind in die Erzählung. Hier liegt es am Leser, ob dieser sich berieseln lassen möchte, oder mitfiebert und -rätselt. Der Attentäter wirft Informationsbrocken, Gedankengänge und Pläne ins Geschehen, die vom Autor bewusst wage gehalten werden, um nicht zu früh zu viel zu verraten. Der Kriminalbeamte tappt im Dunkeln, deckt aber schnell mehr und mehr Identitäten und Verbindungen des Attentäters in die Wirtschaft und die Politik des Planeten Kerian auf. Hieraus entwickelt sich ein komplexes Spinnennetz, das Freude am Rätseln weckt und die Geschichte stetig vorantreibt. Was bezweckt der Attentäter, ist er intelligent genug, die Polizei zu überlisten? Um nicht zu viel vorwegzunehmen, sei an dieser Stelle über Clou und Rebeccas Interesse bzw. Konflikt mit der Handlung geschwiegen.

Fazit

An der Seite von Clou und Rebecca Gallagher darf man abermals ein Abenteuer mit Humor, Action und einer freudig komplexen Handlung erlebt werden, das nicht zu offensichtlich erzählt wird. Geheimnisse und Pläne werden bewusst verschwiegen oder wage gehalten, damit der Leser selbst den Kopf anstrengen muss. Nicht nur der Kriminalbeamte stolpert von Information zu Information, es sind auch wir, die versuchen das Konstrukt aus Videobotschaften und möglichen Ereignissen des Attentäters vorauszuahnen.

4 von 5 Punkten

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Geschrieben von um 18:03 Uhr.

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