Sonntag, 11. Februar 2018

Rezension: 3. Trilogie der Gallaghers-Chroniken 3. Gallaghers Triumph (Achim Hiltrop)

Atlantis Verlag
Paperback, 200 Seiten
ISBN: 978-3-86402-461-0
12,90 €

eBook, 5,99 €
ISBN: 978-3-86402-480-1

Ein kurzer Einblick

Rebecca Gallagher wird Zeuge wie eine fremde Rasse in das Herrschaftsgebiet der Galaktischen Allianz eindringt und die Verteidigung mühelos vernichtet. Raymon Cartier leitet die Evakuierung der Galaktischen Allianz und eine Flucht zur Erde ein. Als die Flüchtlinge dort ankommen, geraten sie mitten in einen Putsch durch das Militär gegen die amtierende Regierung, die von niemand anderem als Clou Gallagher angeführt wird.

Bewertung

»Gallaghers Triumph« ist der Abschluss der »Clou Gallagher«-Reihe. Offene Enden werden abgeschlossen, liebgewonnene Charaktere verabschiedet und die Space Opera wird mehr denn je zur Military-Science-Fiction. Geradlinig und zum Ende hin viel zu schnell steuert die Handlung auf ein spannungsgeladenes Ende zu, das von den Helden und verfeindeten Allianzen alles abverlangt, um die Existenz der Menschheit und freundlich gesinnter Spezies zu sichern.
Etwa zehn Jahre sind seit dem letzten Band »Gallaghers Tod« vergangen. Rebecca Gallagher arbeitet für die Galaktische Allianz, dessen Premierminister Raymon Cartier ist. Clou Gallagher lebt in Paris als Straßenhändler, während Trigger auf einem Raumhafen Langeweile schiebt. Nach wie vor herrscht zwischen der Galaktischen Allianz und der Erdregierung kein Vertrauen. Als eine unbekannte Rasse außerirdischer Wesen die Sonnensysteme der Galaktischen Allianz angreift, werden die Parteien gezwungen, gemeinsam gegen einen Feind anzutreten, der scheinbar übermächtig und unverwundbar ist.
Natürlich spielen erneut persönliche Interessen, politische Konflikte und Raumkämpfe eine große Rolle. Leider aber sind gerade die Machtspiele und Intrigen zugunsten von explodierenden Kampfschiffen und spektakulären Fluchtmanövern deutlich geschrumpft. Vielmehr macht es den Eindruck, dass diese nur noch existieren, um offene Enden abzuschließen, bspw. die jahrelange Suche des Kriminalbeamten nach Clou Gallagher. Im Zentrum steht die Evakuierung der Allianz, denn die Medusen verschlingen Planeten. Da ist es auch verständlich, dass Intrigen nicht mehr die tragende Rolle spielen, wenn es um das nackte Überleben geht. Ein weniger abrupter Wechsel im Subgenre von Space Opera zu Military-Science-Fiction wäre dennoch wünschenswert gewesen. Manchmal ist Altbewährtes eben doch hervorragend. Trotz der Kritik auf hohem Niveau liest sich der Roman spannend wie immer. Achim Hiltrop hat ein Händchen dafür, genau die richtige Mischung aus Handlung, Charakterinszenierung, Konfliktaufbau und Weltraumschlachten so zu erzählen, dass es niemals langweilig wird und immer genug Abwechslung vorhanden ist.
Was aber greift die Galaktische Allianz an? Die Kreaturen sehen wie riesige leuchtende Kugeln aus, die frei durch den Weltraum schweben und mit Gravitationsangriffen die Funkkommunikation und zumeist auch die Raumschiffe irreparabel beschädigen. Erste Verteidigungsmaßnahmen Enden in Katastrophen. Keine Waffe kann den sogenannten Medusen etwas entgegensetzen. Raymon Cartier bleibt nichts anderes übrig, als die Evakuierung einzuleiten. Achtung, Spoiler: Zum Ende des Romans stellt sich heraus, dass die Medusen zwar übermächtig sind, aber eine recht simple Schwachstelle besitzen. So furios die Endschlacht beginnt, so plötzlich ist es auch vorbei. Das mag in sich stimmig erzählt und glaubwürdig sein, etwas mehr Raffinesse hätte ich mir vom Autor dennoch gewünscht. Da bin ich als Leser von der Reihe bereits mit mehr Komplexität verwöhnt worden. Ein feuriges Finale und würdiger Abschluss ist der Triumph aber auf jeden Fall.

Fazit

Politische Machtspiele und Intrigen verabschieden sich weitestgehend und machen erzählerisch phantastisch erzählten Raumschlachten gegen eine unbekannte Spezies Platz. Nebenbei werden offene Enden verknüpft und ein spektakuläres Finale vorbereitet, das liebgewonnene Charaktere verabschiedet. Es ist ein Ende, das zu schnell erzählt wird, aber befriedigend mit der Reihe abschließt.

3.5 von 5 Punkten

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Geschrieben von um 19:24 Uhr.

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