Dienstag, 18. Juni 2019

Rezension: Abenteuer an der Mecklenburgischen Ostsee. Lilly, Nikolas und das Geheimnis des Buddelschiffes (Sabrina Pohle - Illustratorin, Steffi Bieber-Geske)

Biber & Butzemann
Taschenbuch, 96 Seiten
ISBN: 978-3-942428-29-3
9,95 €

Ein kurzer Einblick

An einem Sonntagmorgen im April beschließen die Geschwister Lilly und Nikolas, gemeinsam mit ihren Eltern, auf einen Flohmarkt zu gehen. Jeder darf sich etwas aussuchen und als sich Nikolas ein Buddelschiff – ein Schiff in einer Glasflasche – kauft, sind alle vier begeistert von der detailierten Arbeit. Wie der Zufall so spielt, will die Familie in den Sommerferien an der Ostsee Urlaub machen und so fassen sie den Beschluss, herausfinden zu wollen, wer dieses Buddelschiff mit der Inschrift Möge dich dieses Schiff sicher zu uns nach Hause bringen gebaut hat. Gesagt, getan und so erleben die Vier in ihren Ferien nicht nur unterhaltsame und schöne Ausflüge, sondern spielen auch Detektive, um das Geheimnis dieses Flohmarktfundes zu lüften.

Bewertung

Dieses Mal geht es für Lilly und Nikolas nach Rerik an die Ostsee. Dieses Mal? Ja, denn die Geschwister haben schon in ganz Deutschland Urlaub gemacht. In anderen Büchern erleben sie z.B. spannende Abenteuer auch auf Rügen, Usedom, Norderney, in Franken, Thüringen, besuchen die Hexen im Harz und sind im Bayerischen Wald und im Schwarzwald unterwegs. Und sogar am Mittelmeer waren die beiden mit ihren Eltern schon.
Am Anfang des Buches befindet sich eine Karte mit den Orten, die die Familie in diesem Urlaub besucht hat. Das schafft eine gute Übersicht und hat mich ohne Probleme die Route nachvollziehen lassen. Wer noch mehr Informationen zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten und besuchten Orten haben möchte, braucht einfach nur auf der Homepage des Verlages nachzuschauen. Dort findet man alle Attraktionen nochmals aufgelistet, wird per Link zu deren Homepage weitergeleitet und kann sich gleich auch noch auf der Deutschlandkarte andere Urlaubsattraktionen anschauen.
Doch hier wird der Leser wie gesagt an die Ostsee entführt. Der rote Faden der Geschichte ist ganz klar das zu Beginn erworbene Buddelschiff und Nikolas versucht in den Sommerferien fieberhaft, denjenigen zu finden, der das Schiff im Glas hergestellt hat. Die Suche wird zunächst nebenbei betrieben – hier und dort wird gefragt während der Urlaub genossen wird. Je länger der Urlaub jedoch andauert, desto mehr rückt die Suche nach dem Erbauer in den Vordergrund und die Familie lernt bei ihrer Suche in einem Kurs sogar, wie man ein Buddelschiff selber baut. Doch ansonsten werden sie immer wieder vertröstet und woanders hin verwiesen. Als dann auch noch der letzte Urlaubstag angebrochen ist, hat Nikolas richtig Angst, das Geheimnis nicht mehr lüften zu können. Doch nach dem Besuch des Schmetterlingsparks in Klütz hat er endlich Glück und findet den Erbauer.
Die Geschichte hinter dem Flohmarktfund werde ich jedoch nicht verraten, um die Spannung nicht zu verderben. Was ich verraten kann, ist, dass ich ein, zwei Tränchen beim Happy End verdrückt habe…
Einem Kinderbuch gerecht sind auf jeder Doppelseite auch ein oder mehrere Illustrationen, die sehr schön sind und das Erlebte bildhaft untermalen. Das lässt dieses Buch zu einem Augenschmaus werden!
„Abenteuer an der Mecklenburgischen Ostsee“ ist in einer einfachen Sprache mit großer Schrift geschrieben. Das finde ich sehr gut, denn es soll für Kinder ab dem Vorschulalter geeignet sein. So kann die Geschichte gemeinsam mit den Eltern gelesen und dem Drang nach dem Erlernen der Buchstaben nachgegangen werden. Wenn die Kinder schon etwas geübter sind, können sie das Buch dann auch selber lesen.

Fazit

Diese Kombination aus Reiseführer und Detektivgeschichte ist eine ideale Vorbereitung für den Ostseeurlaub in Mecklenburg. Aber auch im Nachgang zur Auffrischung des Urlaubs kann es von der ganzen Familie gelesen werden. Die Bilder von Sabrina Pohle geben diesem tollen Buch dazu noch eine super visuelle Note. Daher kann ich „Abenteuer an der Mecklenburgischen Ostsee“ aus der Reihe rund um Lilly und Nikolas jedem empfehlen.

5 von 5 Punkten

Wir danken dem Kinderbuchverlag Biber & Butzemann für das Rezensionsexemplar.

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Geschrieben von um 20:44 Uhr.

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