Samstag, 05. Oktober 2019

Rezension: Garth und Torian 1. Die Stadt der schwarzen Krieger (Wolfgang Hohlbein)

Weltbild
Hardcover, 240 Seiten
ISBN: 4026411114514
Nur gebraucht erhältlich

Ein kurzer Einblick

Die Wüste verwandelt sich in ein Flammeninfero, als Torian einen Magier tötet. Gemeinsam mit seinem ehemaligen Feind Garth, entkommen die beiden Söldner in die uralte Ruinenstadt Rador. Doch hier lauert bereits die nächste Gefahr. Die Zeit scheint an diesem Ort ihre eigenen Gesetze zu haben.

Bewertung

Garth und Torian sind zwei Charaktere, die perfekt in die 80er passen, in denen die Romanreihe erstmalig erschien. Ganz wie Rambo oder Terminator ist »Die Stadt der schwarzen Krieger« geprägt von harten Kerlen, die niemals umkippen, kurzen und prägnanten Dialogen und simpler, aber guter Action. Das spiegelt sich auch in der Welt und der Handlung wieder. Caracon ist eine simple Welt oder zumindest der Handlungsort, an dem der Roman spielt: eine weitläufige, tödliche Wüste und dahinter ein endloses Gebirge. Der Konflikt zum Einstieg in die Handlung und der eigentliche Handlungskonflikt sind ebenso einfach wie die beiden Protagonisten. Entweder stehen sich zwei Heere durch Hass getrennt gegenüber oder ein uralter Magier will Rache nehmen. Garth und Torian sind Söldner. Der eine ein besonders guter Krieger, der andere ein besonders guter Dieb. Mehr muss man im Prinzip nicht wissen – und mehr erfährt man auch nicht. Der Überlebenskampf der beiden deckt die Handlung ab.
Nachdem Torian einen Magier tötete und damit ein verheerendes Flammeninferno auslöste, schließen sich die letzten beiden Überlebenden Söldner zusammen, um der Wüste zu entkommen. In der Ruinenstadt Rador wähnen sich Garth und Torian in Sicherheit, um zu rasten, doch ein Magier aus der Vergangenheit sinnt nach Rache. So schleppen sich die halb verdursteten Söldner durch die Handlung, werden verwundet, verprügelt, in einen Kerker geworfen, von unzähligen Gegner überrannt – am Ende stehen immer Garth und Torian. Stets sind sie am Ende ihrer Kräfte, taumeln vorwärts, sind vollkommen erschöpft, doch jede sich nähernde Gefahr können sie mit Mühe und Not meistern. Anfangs mag das vielleicht noch glaubwürdig sein, doch mit fortschreitender Handlung wird es lächerlich. Die Handlung selbst dreht sich in einer Abwechslung aus Kämpfen und verzweifelten Charakteren im Kreis. Das Verhalten von Garth und Torian baut nicht auf logischen Entscheidungen auf, sondern darauf, was die Handlung benötigt. Dadurch werden die sowieso schon sehr flachen Charaktere zu leeren Schablonen, die mit immer gleichen und abgewandelten Phrasen dem Romanende entgegen wanken.

Fazit

»Die Stadt der schwarzen Krieger« ist Popcorn-Kino der eher trashigen Art. Der Auftakt der Reihe »Garth und Torian« hat seine Momente und auch der kurz angebundene und simple Stil können ihren Reiz nicht verhehlen. Doch letztendlich ist der Roman in allem (Handlung, Protagonisten, Setting) etwas zu simpel gehalten, als dass die Simplizität ein Kunstgriff sein kann.

2 von 5 Punkten

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Geschrieben von um 20:31 Uhr.

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