Sonntag, 17. November 2019

Rezension: Garth und Torian 5. Die Arena des Todes (Wolfgang Hohlbein)

Weltbild
Hardcover, 240 Seiten
ISBN: 4026411114552
Nur gebraucht erhältlich

Ein kurzer Einblick

Nachdem Garth und Torian Ch’tuon befreit haben, ist die Quelle der Kraft der Schwarzen Magier versiegt. In ungeahnter Schnelligkeit holt sie das Alter ein, das sie über Jahrhunderte bekämpft haben. Auch Shyleen, die Tochter eines Magiers, bleibt nicht verschont. Torian beschließt, dass Shyleen zum »Tempel der verbotenen Träume« gebracht werden muss, damit ihr geholfen wird. Zuvor jedoch, werden die Weggefährten gefangen genommen und in die »Arena des Todes« geschickt.

Bewertung

Es geschehen Zeichen und Wunder. Zwar immer noch in einem sehr überschaubaren und oberflächlichen Rahmen, doch tatsächlich wird die Vergangenheit Torians ausgearbeitet. In Rückblenden, die einen Großteil der ersten Romanhälfte ausmachen, erfährt der Leser etwas über die Familie von Torian und wie dieser zum Söldner wurde; womit sich der Kreis zu Garth schließt, denn als Söldner sind die beiden sich in der Wüste von Rador begegnet.
Nicht nur Torians Vergangenheit trägt zur interessanten Handlung bei, auch die flott erzählte Handlung. Die weiten und meist belanglosen Ausschweifungen des vorangegangen Bandes »Die Straße der Ungeheuer« fehlen komplett. Etwas mehr Ausarbeitungen wären dann doch wünschenswert gewesen.
Die Aufarbeitung von Torians Flucht aus seinem Heimatland ist der Rückkehr geschuldet. Garth, Torian und Shyleen reisen nach Scrooth, um den Heiler aus Torians Kindheit zu finden. Nur er weiß, wo sich der Tempel der verbotenen Träume befindet. Zuvor werden die drei Gefährten von Torians Bruder gefangen genommen und in die Minen von Moran-Dur geworfen. Hier kommt es zu Aufständen und ein seltsamer Verbündeter hilft den Weggefährten beim Ausbruch.
Einmal mehr trügt der Schein über gesprochene Worte hinweg. Lug und Trug bestimmt die Handlung. Eine simple, aber effektive Maßnahme, um Wendungen einzubauen, Geheimnisse zu verschleiern – aber auch, damit der Autor sich keine große Mühe machen muss, eine einfallsreiche Geschichte zu inszenieren. In diesem Fall ist das aber auch gar nicht nötig. Die Handlung ist so simpel wie die Charaktere selbst. Es ist gute Unterhaltung, die nicht langweilt.

Fazit

Es ist niemals zu spät, auch wenn früher manchmal die bessere Wahl ist. Endlich darf der Leser etwas über Torians Vergangenheit erfahren. Auch wenn dies aus der Not heraus geboren geschieht, damit die Gefangennahme von Garth, Torian und Shyleen in Scrooth kein Deus ex machina wird, sind die Rückblenden herzlich willkommen. Abgesehen davon erzählt Wolfgang Hohlbein routiniert eine flotte und abwechslungsreiche Geschichte, die auf Schnickschnack verzichtet und das Notwendige lieber auf den Punkt bringt. Simpel, aber gut!

3.5 von 5 Punkten

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Geschrieben von um 20:28 Uhr.

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