Donnerstag, 06. August 2020

Rezension: Sookie Stackhouse 3. Club Dead (Charlaine Harris)

Orion Publishing Co
Taschenbuch, 274 Seiten
ISBN: 978-0-575-11704-4
ca. 9,10 €

Ein kurzer Einblick

Was für ein Schrecken für Sookie – Bill Compton wurde entführt! Kurz danach erfährt sie, dass das Computerprogramm, an welchem Bill gearbeitet hat, sehr begehrt ist bei allen Vampiren. Auch Eric Northman will es für die Vampir-Königin von Louisiana haben. Und so schließen sich die beiden zusammen, um Bill zurückzuholen. Doch dafür müssen sie nach Jackson, Mississippi. Als Hilfe für tagsüber stellt Eric Sookie den Werwolf Alcide Herveaux vor, der durch Kontakte in Jackson Sookie in die dortige übernatürliche Gemeinschaft einführen kann, um vor Ort mit Hilfe ihrer Gabe Hinweise zu sammeln. Doch auch ein ihr gegenüber freundlich gesonnener Werwolf kann Sookie nicht von der Gefahr und dem Ärger beschützen, den sie immer wieder magisch anzuziehen scheint. Und davon gibt es im Vampir-Königreich von Russel Edgington genug…

Bewertung

Am Ende meiner Rezension zum zweiten Band hatte ich von der Welt der Vampire gesprochen und dass ich gerne mehr davon erfahren möchte… „Club Dead“ hat mich erhört: Bereits im ersten Kapitel bekommt der Leser Insiderinformationen, die Sookie im weiteren Verlauf auch gut gebrauchen kann.
Was wir noch bekommen, ist Sookies Herzschmerz, denn ihr Bill benimmt sich nicht gerade charmant und wirkt insgesamt sehr abwesend. Als er sich zu einer „Geschäftsreise“ verabschiedet, denkt sie noch, dass ihr Leben ein Stück weit normal sein wird. Für mich war es nicht überraschend, dass sie kurz darauf angegriffen wird und entführt werden soll. Und auch dass sich Eric in ihr Bett schmuggelt und mit ihr kuschelt – was Sookie betrifft, ist dieser Vampir sehr vorhersehbar! Dadurch, dass es mit Bill nicht mehr so toll lief vor seinem Verschwinden, und ihr von Eric dann auch noch erzählt wird, dass dieser sie mit der Vampirin Lorena betrogen hat, macht das Sookie verständlicherweise wütend und im Laufe des dritten Bandes wird immer mehr klar, dass sich ihre Gedanken anderen Männern zuwenden. Mit dem schmucken und sehr männlichen Werwolf Alcide und natürlich auch Eric bekommen wir manchmal sehr verhaltene, aber auch knisternde Erotik geboten, bei der man sich einerseits für Sookie freut, aber sich auch fragt, wann sie sich für einen Herren entscheiden wird. Ihre Entscheidung am Ende dieses dritten Bandes, welche ich inhaltlich nicht verraten werde, um die Spannung nicht zu verderben, finde ich daher eine konsequente Lösung für ihr „Männerproblem“.
Was mir bei diesem Band besonders aufgefallen ist, war, dass die Vampire alle irgendwie sehr zahm rüberkommen. Es wird zwar öfters von brachialen Methoden gesprochen, aber dennoch geht die Gewalt eigentlich – bis auf die Tatsache, dass Bill von Lorena gefoltert worden war, dies aber auch wiederum nicht beschrieben, sondern nur das Endergebnis gezeigt wird – von den Menschen bzw. Werwölfen aus. Das hat mich schon ein wenig echte Vampir-Action vermissen lassen.
Dafür aber hatte ich einen schönen Aha-Moment: Seit Band 1 taucht ein Vampir namens Bubba immer wieder auf, der als bekannte Persönlichkeit beschrieben wird und es nicht mag, mit seinem menschlichen Namen angesprochen zu werden. In „Club Dead“ habe ich endlich genug Anhaltspunkte bekommen, um zu erkennen, wer er ist.

Fazit

Nach den ersten drei Bänden kann ich sagen, dass die Geschichte um Sookie Stackhouse immer besser wird. Der Erzählstil bleibt zwar durchweg gleich, aber „Club Dead“ hat es geschafft, die Spannung insgesamt zu erhöhen und einen tieferen Einblick in die Welt der Vampire zu geben. Ich hoffe, dass sich dies in den kommenden Bänden weiterhin so positiv entwickeln wird.

4 von 5 Punkten

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Geschrieben von um 22:41 Uhr.

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