Sonntag, 09. Dezember 2018

Weihnachtsaktion: Romane für winterliches Wetter

Liebe Leserinnen und Leser,

auch wenn die aktuellen Temperaturen wenig Winterstimmung aufkommen lassen, scheint es doch im Laufe des Dezembers noch winterlicher zu werden und vielleicht bekommen wir ja dieses Jahr sogar weiße Weihnachten. Und auch zu Beginn des nächsten Jahres wird uns winterliches, nass, trübes Wetter sicher noch häufiger begegnen. Heute haben wir ein paar Tipps für euch, welche Romane ihr an solchen Tagen lesen könntet:

Krieg und Frieden, Leo Tolstoi

Wenn es draußen kalt und frostig ist und man so gar keine Lust darauf hat, vor die Tür zu gehen, dann ist die richtige Zeit, sich mit einem dicken Schmöker und einem warmen Getränk aufs Sofa zurück zu ziehen. Und welches Werk würde sich dafür besser eignen als einer der großen Romane der Weltliteratur: „Krieg und Frieden“ von Leo Tolstoi. Das winterliche Wetter bietet die perfekte Gelegenheit, dieses über 1.500 Seiten starke Buch in einem angemessenen Zeitraum zu lesen. Der Leser läuft nicht Gefahr, vor lauter Komplexität der Handlung und durch die Vielzahl an unterschiedlichsten Figuren, Spitznamen und Familien, die auch mal längere Zeit nicht auftreten, den Überblick zu verlieren. Und wer vor dieser historischen Kulisse Interesse daran gefunden hat, sich stärker mit Napoleons kriegerischer Auseinandersetzung mit Russland oder den gesellschaftlichen Verhältnissen der damaligen Zeit auseinanderzusetzen, hat bei langen Wintern sicher auch noch Zeit dazu. (Sascha)

Der Schutzengel, Dean R. Koontz

Lang lang ist es her, als ich zum ersten Mal Koontz‘ „Der Schutzengel“ gelesen habe. Das war noch zu meiner Jugendzeit und seitdem lese ich es alle paar Jahre wieder. Die Geschichte von Laura Shane, die seit ihrer Geburt immer wieder von einem mysteriösen Fremden gerettet wird, trifft mich immer wieder ins Herz. Mit 544 Seiten lässt sich dieser Roman recht zügig lesen. Doch das liegt nicht nur an der moderaten Seitenzahl, sondern auch an den tollen Charakteren, der spannenden Geschichte und dem flüssigen Schreibstil des Autors. Hier passt einfach alles. Deshalb ist dieser Roman die ideale Lektüre für mich, wenn es draußen stürmt und schneit… (Susanne)

Das Haus, Mark Z. Danielewski

Von winterlicher Ruhe bei Schnee und Kälte kann momentan wohl kaum die Rede sein. Doch stellen wir uns vor, dass draußen eine Schneedecke die Welt weiß einkleidet und der Wind um die Fenster heult. Das sind beste Voraussetzungen für einen wohligen Kälteschauer bei feinstem Grusel. Danielewskis »Das Haus« ist nicht einfach nur ein Roman, sondern ein raffiniertes und visuelles Leseerlebnis. Der Autor lässt Schrift über die Seiten fallen oder Treppen bilden. Fußnoten, Fußnoten in Fußnoten, Randnotizen, durchgestrichene Passagen … Der Text selbst wird zur Geschichte, zum Lebewesen, das eine Spannung aufrecht erhält, die kein anderer Roman bislang auf diese Art erreichen konnte. Man muss sich auf diesen Roman einlassen, man muss in ihm versinken. Und was kann einem dann noch die winterliche Kälte? Die Faszination eines Schauerromans, ausgedrückt in Wort und Schrift, die selbst zum Leben erwacht, lässt die Kälte vergessen. (Benjamin)

Geschrieben von um 14:10 Uhr.

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